Viele Kaufinteressierte fühlen sich angesichts von Begriffen wie Zinsbindung, Tilgung oder Zinsentscheidung der EZB schnell überfordert. Dabei ist es gar nicht so kompliziert: Mit dem richtigen Wissen und etwas Vorbereitung lässt sich die passende Finanzierung gut planen.
Finanzielle Vorbereitung: Welches Immobilienbudget passt zu mir?
Bevor Sie mit der Suche nach einem Eigenheim beginnen, ist es wichtig, Ihre finanziellen Möglichkeiten gründlich zu prüfen. Das vorhandene Eigenkapital spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Je mehr Eigenkapital Sie einsetzen können, desto bessere Konditionen könnten Sie bei der Kreditaufnahme erhalten. „Es ist ratsam, zwischen 20 und 30 Prozent des Kaufpreises durch Eigenmittel abzudecken, einschließlich der Kaufnebenkosten“, erklärt Peter Wolkersdorfer, Geschäftsführer von ImmoProfi Immobilien Augsburg. Diese Nebenkosten, wie Grunderwerbsteuer, Notargebühren und Maklerprovision, können schnell zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen.
Ein knapp bemessenes Finanzierungsbudget könnte später zu Engpässen führen. „Eine ehrliche und gründliche Haushaltsrechnung ist unerlässlich“, betont Wolkersdorfer. Prüfen Sie, wie viel finanzieller Spielraum nach Abzug aller monatlichen Ausgaben bleibt, um die Kreditrückzahlung sicherzustellen.
Kreditbegriffe: Was steckt hinter Zinsbindung, Tilgung und Annuität?
Mit Klarheit über das verfügbare Budget beginnt die Suche nach einem passenden Kredit. Dabei begegnen einem oft Fachbegriffe, die es zu verstehen gilt. Die Zinsbindung legt fest, wie lange der vereinbarte Zinssatz gilt – meist zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre. Innerhalb dieser Periode bleibt die monatliche Belastung konstant.
Unter Tilgung versteht man den Teil der monatlichen Rate, der zur eigentlichen Rückzahlung des Kredits dient. Eine höhere Tilgung führt zu einer schnelleren Rückzahlung. Die Annuität ist die gleichbleibende monatliche Rate, bestehend aus Zins und Tilgung. „Eine ausgewogene Kombination dieser Faktoren ist essentiell, um die Finanzierung auf Dauer tragbar zu gestalten, selbst wenn die Zinsen nach der Bindungsfrist steigen“, erläutert Wolkersdorfer.
Fördermöglichkeiten: Wie der Staat beim Immobilienkauf helfen kann
Beim Kauf oder Bau eines Hauses lohnt es sich, staatliche Förderprogramme zu prüfen. Vor allem die KfW-Bank bietet günstige Kredite oder Zuschüsse, etwa für energieeffizientes Bauen oder barrierefreien Umbau. Auch in Bayern gibt es spezielle Förderungen für Familien oder bestimmte Einkommensgruppen.
Junge Käufer mit wenig Eigenkapital können von speziellen Programmen profitieren. „Es ist wichtig, sich frühzeitig zu informieren, da Anträge oft vor Vertragsabschluss eingereicht werden müssen“, rät Wolkersdorfer. Ein unabhängiger Berater kann helfen, geeignete Förderungen zu finden und in die Finanzierung einzubeziehen.
Planen Sie den Kauf eines Eigenheims in Augsburg oder der Region? Kontaktieren Sie uns, um Zugang zu qualifizierten Finanzierungspartnern zu erhalten. Wir unterstützen Sie bei den nächsten Schritten.
Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild generiert mit Sora (OpenAI)
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