Teure Materialien, fehlende Fachkräfte und hohe Zinsen bremsen den Wohnungsneubau aus. Doch was bedeutet das für den Immobilienmarkt – und für Eigentümer, die verkaufen möchten?
Die Bautätigkeit nimmt ab – und das spürbar. In Augsburg und der umliegenden Region sind zahlreiche Bauprojekte ins Stocken geraten, da die wirtschaftliche Tragfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Sowohl private Bauherren als auch professionelle Entwickler stehen vor drei großen Herausforderungen: steigende Bauzinsen, erhebliche Kostensteigerungen bei Materialien und ein gravierender Fachkräftemangel. Diese Faktoren verlangsamen die Neubautätigkeit erheblich, was nicht nur Wohnungssuchende betrifft, sondern auch den gesamten Immobilienmarkt beeinflusst.
Zinsanstieg und Kostendruck: Neubauaktivitäten in Augsburg stagnieren
Hauptsächlich stellt die Finanzierung ein großes Hindernis dar. „Nach einer Phase niedriger Zinsen sind Baukredite erheblich teurer geworden“, erklärt Peter Wolkersdorfer von ImmoProfi Immobilien Augsburg. „Bauherren zahlen nun oft doppelt so viel für Zins und Tilgung im Vergleich zu früher.“ Gleichzeitig haben sich die Preise für Baustoffe wie Ziegel, Stahl und Dämmmaterialien stark erhöht, was viele Projekte unwirtschaftlich macht.
Darüber hinaus fehlt es an qualifiziertem Personal. Unternehmen im Handwerks- und Baugewerbe sowie Planungsbüros stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. „Wer weiterhin bauen möchte, muss mit langen Wartezeiten und höheren Kosten rechnen“, sagt Wolkersdorfer. Aufgrund dieser Umstände werden viele Projekte in Augsburg auf Eis gelegt oder gar nicht erst begonnen.
Weniger Neubauten: Bestandsimmobilien in Augsburg gewinnen an Bedeutung
Ein Rückgang im Neubau führt zu einem schrumpfenden Angebot, was sich besonders in aufstrebenden Städten wie Augsburg bemerkbar macht. Der Bedarf an Wohnraum bleibt jedoch hoch. „Junge Familien suchen nach größeren Wohnungen, ältere Eigentümer möchten sich verkleinern, und der Zuzug in die Stadt hält an“, so Wolkersdorfer. Da neue Wohnungen fehlen, richten sich die Interessen verstärkt auf bestehende Immobilien.
Vor allem in Augsburg zeigt sich, dass Bestandsimmobilien trotz der Zinsproblematik wieder stärker nachgefragt werden. „Besonders gefragt sind Objekte in guten Lagen, mit moderner Ausstattung oder energetischer Sanierung“, erklärt Wolkersdorfer. Auch ältere Häuser mit Potenzial werden wieder interessant, wenn es an Alternativen mangelt. Dies unterstützt die Preisentwicklung und verbessert die Position der Verkäufer.
Verkauf im Aufwind: Vorteile für Eigentümer in Augsburg
Für Eigentümer in Augsburg bietet die Neubaukrise eine Chance. „Wer jetzt verkaufen möchte, hat weniger Konkurrenz durch Neubauten und trifft auf eine konzentrierte Nachfrage nach Bestandsobjekten“, sagt Wolkersdorfer. In dieser Marktsituation können oft realistische, manchmal sogar bessere Verkaufspreise erzielt werden.
Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass Kaufinteressenten oft gut vorbereitet sind. „Viele haben sich intensiv mit Finanzierungsmodellen auseinandergesetzt, kennen die aktuelle Marktlage und sind bereit, bei passenden Objekten schnell zu handeln“, so Wolkersdorfer. Dies beschleunigt den Verkaufsprozess, vorausgesetzt, die Immobilie ist ansprechend präsentiert und marktgerecht bewertet.
Überlegen Sie, Ihre Immobilie in Augsburg zu verkaufen, sind sich aber unsicher, wie sich der Markt auf den Wert auswirkt? Wir analysieren gemeinsam mit Ihnen, wie die aktuelle Baukrise Ihre Verkaufschancen beeinflusst und welche Preisstrategie für Sie am besten ist. Kontaktieren Sie uns – wir begleiten Sie von der Bewertung bis zum erfolgreichen Abschluss.
Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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